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Volksmärchen: Italien und die EU-Pleitestaaten-Sanierung

Mit einem geschärften Blick für die Realität und der Gabe einfachste Zahlen noch korrekt interpretieren zu können, liest sich der fast schon haltlose Unsinn der diese Tage durch sämtliche Medien gedreht wird, wie das Drehbuch einer schäbigen Seifenoper auf RTL. Griechenland und Italien liegen im Mittelpunkt des derzeitigen Geschehens und eignen sich überaus mehr als positiv um die eher wackeligen Finanzmärkte zu beruhigen. Valium für Epileptiker wenn man so möchte.

Italien: Es ist erstaunlich zu sehen dass die gesamten letzten Jahre so gut wie kein Sterbenswörtchen über Italien in den Medien oder gar in politischen Diskussionen gefallen ist, sondern Griechenland als die ultimative Katastrophe für die europäische Union und dem dazugehörigen Euro zur Debatte stand. Betrachtet man jedoch aktuelle Zahlen so wird sehr schnell klar, dass es sich in den vergangenen Jahren um bewusste Schönfärberei bzw. einem Ablenkungsmanöver von der eigentlich kommenden Euro-Lawine handeln muss.

Die selben politisch verantwortlichen Realitätsverdreher die weiterhin auch aktuell sämtliche negative Tatsachen vorenthalten, scheuen sich auch jetzt unverändert nicht davor zu behaupten, dass die Anlagen und Sparvermögen der Bürger sicher wären. zu gross wäre der schnelle Zusammenbruch durch einen “Banken-Run”.

Am heutigen Morgen dürfen wir und das Börsenparkett uns wie staatlich verordnet über den Abtritt Silvio Berlusconis freuen, da nun sein Nachfolger Mario Monti (auch Super-Mario genannt) wie ein David Copperfield die Karnickel aus dem Hütchen zaubern soll. Dass es sich dabei eher um tote Hühner handeln wird, spielt im Moment natürlich keine Rolle. Viel mehr geht es darum die Bürger positiv einzustimmen und die Finanzmärkte zu beruhigen. Krank und verrückt wie das Finanzsystem auf jede noch so haltlose Aussage reagiert, darf es also auch nicht zur Verwunderung führen wenn der DAX sich in diesen Stunden bereits im grünen Bereich zum Besten gibt… fast schon lächerlich.

Doch wie sehen die Tatsachen wirklich aus? Tatsachen die wie lästiger Schmutz schnell, bevor es jemand sehen könnte, unter den Teppich der haltlosen Politik gekehrt werden! Stellen wir uns kurz der Realität und den damit verbundenen Zahlen:

Der inzwischen mit abartigen und unvorstellbaren Summen gehebelte europäische Rettungsfond soll mit einem Hilfspaket von sage und schreibe 1000 Milliarden Euro ausgestattet sein. 50 Milliarden davon sind für Irland und Portugal reserviert.  Griechenland, das seit Jahren bekannte EU-Pulverfass wird mit 200 Milliarden unterstützt. Weitere 200 Milliarden werden für die Rekapitalisierung europäischer Banken verbrannt. Der absolute Kracher kommt jedoch erst jetzt offiziell mit Italien.

Berlusconis Erbe und Super-Mario’s neue Errungenschaft die in den Medien als neuer Hoffnungsträger verkauft wird, beläuft sich auf eine ungefähre Summe von sage und schreibe 720 Milliarden Euro.

Spanien, welches nach wie vor noch nicht in aktiven Gesprächen und Medien zu verfolgenden Diskussionen erwähnt wurde, wird allem Anschein nach 350 Milliarden benötigen. Um es kurz auszudrücken: “Das geschnürte Rettungspaket mit der irrsinnigen Zahl von 1000 Milliarden wird definitiv nicht ausreichen!”

Anbei eine Veranschaulichung des Schweizerischen Fernsehens SF:

EFSF-Schulden

 

Die Show (oder sollte man es Propaganda nennen?), welche Seitens der Politik und Medien hier vorgespielt wird, kann fast nicht mehr überboten werden. Ganz nebenbei sollte man vielleicht die Tatsache erwähnen dass Super-Mario Monti, einen Nebenjob als “Berater” bei den bereits sehr kritisch beäugten Goldman Sachs hat. Dubioser und zeitgleich verrückter könnte dieser komplette Wahnsinn nicht sein. Angesichts der aktuellen Tatsachen, sieht das Jahr 2008 und das Schaukelschiff Griechenland doch wohl eher wie ein kleines Waisenkind aus.

Legalisierte Geldvermehrung in Form einer Druckerei, BongaBonga Berlusconi mit einem 720 Milliarden benötigter Unterstützung, heruntergewirtschaftete Länder die bislang noch nicht aktiv in Gesprächen auftauchen, ein italienischer Goldman Sache “Berater” (um es vorsichtig auszudrücken) im Amt, gehebelte Unsummen die nicht mehr vorstellbar sind und Medien die den Bürger in Anbetracht der heiklen Situation nicht informieren, sondern in den Winterschlaf wiegen.

Finanzkollaps, wir kommen und wir kommen garantiert!

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5 comments

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    November 14, 2011 12:29 pmPosted 5 years ago
    Karl Berweger

    Es wurde in den Medien doch bereits diskutiert oder sagen wir angeschnitten aber diese Zahlen des SF erstaunen mich doch etwas. Dia Finanzmärkte reagieren ebenso auch noch negativ auf Berluscomis Nachfolger. Wo soll das alles enden?

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    November 14, 2011 12:52 pmPosted 5 years ago
    KickAss (Author)

    Viel interessanter ist die Frage in welchem Umfang und mit welchen Folgen uns das alles bald um die Ohren fliegen wird… So manche Zeitung vergleicht die momentanen Zustände ja bereits mit denen der 30er Jahre und entdeckt verblüffende Gemeinsamkeiten die in der Öffentlichkeit noch als lächerlich dargestellt werden.

    Abwarten… ich kann mich noch daran erinnern als es bei Griechenland noch um knappe 100 Millionen ging und alle Welt geschrien hat und empört war. Heute wird von 1000 Milliarden gesprochen und Supergaufälle wie Frankreich werden noch immer schön hinterm Vorhang gehalten.

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    November 14, 2011 1:47 pmPosted 5 years ago
    Susi

    Super Monti Mario ist übrigens auch bei der Bilderberger-Truppe mit dabei. Schöne Aussichten.

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    November 14, 2011 5:31 pmPosted 5 years ago
    nerdy

    Ein Banker der aus den Reihen der grössten Zigeuner kommt wird jetzt am Krisenherd platziert. Die Demokratie in Europa wurde doch komplett abgeschafft und durch Spielbank Eliten ersetzt. Wehe jedem der sich bislang noch nicht abgesichert hat. Ich bin inzwischen fast davon überzeugt dass wir auf die schlimmste Wirtschafts- und Sozial-Katastrophe seit den vergangenen 100 Jahren zusteuern. So lange die richtigen Schweine am Ende hängen soll es mir egal sein.

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    November 14, 2011 6:53 pmPosted 5 years ago
    HoppSchwiiz

    Wen dieser Drecksack vertritt ist wohl jedem klar der im Finanzwesen unterwegs ist oder? Das italienische Volk vertritt er jedenfalls garantiert nicht. Das grenzt alles an diktatorischen Finanzstrukturen die in politische Geschehen eingreifen. Lange dauert es nicht mehr bis der Volkszorn losbricht.

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