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Antigravitation und dunkle Energie

Das Universum scheint sich nach Beobachtungen, immer schneller auszudehnen. Dieser Effekt wurde seit Ende des 20. Jahrhunderts von Astronomen wiederholt registriert. Als bislang erklärbare Ursache der Expansion dient im theoretischen Standardmodell die Dunkle Energie, die laut Aussagen der Wissenschaftler ca. 75% der Energiedichte im Universum ausmachen soll.

Massimo Villata vom Observatory of Turin in Italien zieht aus diesen Erkenntnissen völlig neue Ansätze: Antigravitation. Er beschäftigte sich mit den Formeln zur allgemeinen Relativität und fand heraus, dass der Term für die Gravitationskraft unter gewissen Umständen negativ wird. Dieser Effekt hätte laut Villata eine Abstoßung statt Anziehung zur Folge.

Seiner Theorie nach wirkt Gravitation bei Antiteilchen analog zu normalen Teilchen: Antiteilchen ziehen andere Antiteilchen an. Treffen Antiteilchen jedoch auf normale Teilchen, stoßen sie einander ab. Es besteht damit theoretisch die Möglichkeit dass ein bestimmtes Verteilungsmuster von Materie und Antimaterie die Expansion des Universums erklären könnte.

Was ist dann aber mit der bekannten Tatsache, dass sich Materie und Antimaterie gegenseitig auslöschen? Villata löste dieses Paradoxon, indem er Antimaterie und Materie weit von einander entfernt platzierte, in den gigantischen leeren Räumen zwischen Galaxienhaufen. Man nimmt an, dass diese Leerräume aus negativen Fluktuationen im ursprünglichen Dichtefeld entstanden und eine Art von Antigravitation zu besitzen scheinen, die Materie von ihnen abstoßt. Der Grund dafür, warum Astronomen noch keine Antimaterie in den Zwischenräumen beobachtet haben, ist natürlich noch offen. Mit Villatas Worten: “Es gibt mehr als eine mögliche Antwort, die an anderer Stelle untersucht werden wird.”

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