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Ratingagentur S&P und ihr „irrtümlicher Fehler“

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Was viele in Finanzkreisen längst wissen wurde in dieser Woche „versehentlich“ von der Ratingagentur S&P offiziell verkündet wie auch ebenso schnell wieder dementiert. Die Top-Bonität Frankreichs wurde demnach „fälschlicherweise“ aberkannt. Finanzminister François Baroin forderte umgehend die Aufsichtsbehörde für die europäischen Finanzmärkte zu einer Untersuchung auf. Es handele sich um einen „Schwerwiegenden Vorfall“, erklärte Binnemarktkommissar Michel Barnier. Ganz nebenbei sind übrigens alle Sparer sicher, die EZB darf keine Länder retten und niemand hatte vor eine Mauer zu bauen.

Ratingagenturen sind derzeit das Haar in der Suppe wenn wir von Finanzmärkten und politisch stabilen Lagen sprechen. Dass die finanztechnischen Zustände bei inzwischen allen krisengebeutelten EU-Staaten schon längere Zeit nicht mehr nur auf Finanzebenen bleiben sondern direkt mit einer panischen Welle auf politische Kreise überschwappen, kann mit Sicherheit nicht geleugnet werden. Ein einzig falscher Wimpernschlag einer Ratingagentur löst die sofortige Finanz wie auch politische Reaktion des jeweiligen Landes aus und dehnt sich weiter auf verknüpfte Länder aus. Dieses Geflecht in welchem ein Wackelkanidat zig seiner starken Partner mit in den Abgrund reissen kann, nennt man Globalisierung.

Merkwürdig nur dass es ausgerechnet Frankreich getroffen hat, genau das Land, gegen welches bereits Wetten laufen im Bezug auf die Aberkennung des Top-Ratings AAA. Merkwürdig deshalb, weil in Finanzkreisen längst bekannt ist dass die französische Obrigkeit mit allen Wegen und Mitteln versucht den längst bestehenden maroden Zustand Frankreichs zu verschleiern bzw. zu leugnen.

Der frühere Präsident der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD), Jacques Attali, hatte Frankreich in einem Gespräch mit dem französischen Wirtschaftsblatt „La Tribune“ bereits ein schlechtes Zeugnis ausgestellt: „Machen wir uns nichts vor: auf den Finanzmärkten haben die (französischen) Schulden schon kein AAA mehr.“

Mit anderen Worten wurde prinzipiell genau das angekündigt was eigentlich schon jeder der es wissen muss, bereits weiss. Frankreich wird schon bald sein Top-Rating verlieren. Welchen Folgen ein Downgrade Frankreichs hätte, scheint ebenfalls klar zu sein, der Euro wäre an seinem bitteren Ende angekommen. Eine Rettung in der Grössenordnung Frankreichs ist definitiv nicht zu bewerkstelligen, das wissen auch die Damen und Herren der inzwischen fast schon nutzlos gewordenen Euro-Politik. Die Folgen eines etwaigen Euro-Crashs sind nicht wirklich prognostizierbar doch Experten zufolge dürften diese globale Auswirkungen auf Finanzen, Wirtschaft bis hin zu gesellschaftlichen Spaltungen haben. Man spricht sogar vom folgenden Zerfall des Dollars welcher jedoch längst nicht mehr das Papier wert ist auf dem er gedruckt wird.

Viel interessanter sollte derzeit auch die Frage sein wie es möglich ist, dass ein Rating einer weltweit bekannten Agentur, versehentlich erfolgen kann? Die Behauptung eines „Versehen“ ist fast noch absurder als dass die Ersparnisse der Bürger sicher wären in diesen Zeiten. Nirgendwo in TV und Zeitungen wurde genauer auf die Thematik eingegangen und erklärt wie ein Rating zustande kommt.

[dcs_box color=“#FFFFFF“ bcolor=“#FFFFFF“ bgcolor=“#3399CC“ align=“center“ rounded=“5″ bwidth=“0″ padding=“10px 20px 14px 20px“ font=“Trebuchet MS“ fsize=“14″ ]Ein Rating ist keine Entscheidung eines einzelnen frischen und munteren Schreiberlings der im Moment nichts zu tun hat, in einem Büro sitzt und auf eigene Faust ein Rating veröffentlicht. Klarer ausgedrückt werden Ratings in Form von Berichten vergeben welchen Details und Analysen wie faktisch belegte Zahlen zu Grunde liegen. Nicht ein Analyst sondern ganze Teams sind für diese Aufgabe notwendig. Wie kann in einem solchen Fall also von einem technischen Fehler oder einem „Versehen“ gesprochen werden? [/dcs_box]

Offiziell wurde erklärt dass die Agentur S&P (Standard & Poor’s) am Donnerstag wegen eines „technischen Fehlers“ den Abonnenten ihres Dienstes eine Nachricht geschickt hätten, wonach die Kreditwürdigkeit Frankreichs herabgestuft wurde.

Ist es möglich dass dieser dargestellte Fehler überhaupt kein Fehler war sondern nur deshalb zurückgezogen wurde weil die politischen Konsequenzen und der Dominoeffekt schlagartig um sich gegriffen hätten? Kann es zum Beispiel sein dass wie bereits oft vermutet wird, hinter den Kulissen bereits die Vorbereitungen auf den finanziellen Systemcrash laufen welcher nach der Meinung vieler Experten nichts weiter als von den Verantwortlichen hinausgezögert wird um bessere Massnahmen für die Zeit nach dem Euro treffen zu können?

Eine Antwort auf diese Frage wird man mich Sicherheit nicht mehr erfahren, doch für den informierten Teil der Menschen ist dieses verharmlost dargestellte „Versehen“ eine Bestätigung für den Kurs auf welchem wir uns bereits inoffiziell befinden. Dieser Kurs geht unverändert weiter in Richtung Finanzkollaps!

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KickAss
Ich gehöre keiner Partei an, schreibe wie ich denke und behaupte nicht, dass es schlau ist, jedoch echt. Als bekennender Gegner der öffentlich Rechtlichen bzw. der zwangsverordneten Medien, liebe ich eine direkte Sprache und die freie Meinungsäusserung.
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6 KOMMENTARE

  1. Ich frage mich bei den Rating Agenturen jedes mal wieso die Märkte die doch eigentlich eigene Analysten und Spezis haben sollten sofort auf den Quatsch dieser Agenturen reagieren. Wenn ich als Rating Agentur jetzt behaupte dass Deutschland und Frankreich komplett pleite sind, dann bricht das Chaos los. das ist doch Wahnsinn.

    Auf der anderen Seite geben sie ja nur ihre Einschätzungen ab und wenn ich ganz ehrlich bin hiess es damals auch dass diese Agenturen Gerüchte in die Welt setzen würden AAAABER war die Sache mit Griechenland oder Irland ein Gerücht? kaum….

  2. Das kann man so oder so sehen. Ich glaube auf jeden Fall auch nicht an einen technischen Fehler, eher im Gegenteil. Dass in dieser weltweiten Geldkrise die zu kollabieren droht Zeit herausgeschlagen wird, kann man nicht mehr länger abstreiten. die Anzeichen dafür sind mehr als offensichtlich und genau aus dem selben Grund sehen die Entscheidungen dermassen lächerliche aus die uns die Politik vorsetzt. Ich denke auch dass hier etwas zu früh rausging und schnell wieder zurückgeholt wurde um ein Desaster zu vermeiden weil die Zeit noch nicht reif ist. Wer heute noch abstreitet dass der Kollaps kommt, der kann einfach nicht mehr normal im Kopf sein oder ist von den offiziellen Medien die aber auch teilweise schon Alarm schlagen, komplett brainwashed.

  3. Das dicke Ende kommt bald. Frankreich könnte sich eigentlich in Frankarm umtaufen. Dass die nicht finanziell zu retten sind müsste klar sein, oder?

  4. Die Nachricht über die gerechtfertigte Herabstufung sollte wahrscheinlich erst in 2-3 Wochen oder Monaten raus. Kann passieren hihihi 😀

  5. Ratingagentur Moody’s droht Frankreich das AAA Rating abzuerkennen. Es ist fast zum totlachen 😀 Das negative Rating ist eigentlich längst im Versehen gefallen und nun droht eine Agentur mit der längst überfälligen offiziellen negativen Bewertung im Falle von was eigentlich? Frankreich ist kaputt, das wissen die Märkte doch schon seit Monaten.

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