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Staatspropaganda von Tag zu Tag absurder

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Bepackt mit einem schweren Sack Schulden auf dem Rücken und der Forderung für alle EU-Pleitestaaten in Zukunft via Euro-Bonds aufzukommen, rudert das deutsche Boot in Richtung „Eurogeddon“. Während die Staatsoberhäupter einen Krisengipfel-Marathon hinlegen läuft die verordnete deutsche Staatspropaganda auf Hochtouren.

Nicht schlecht staunen durfte man diese Woche wenn man sich der Lohnschreiberei der Medien hingab. Obwohl die gefühlte wirtschaftliche und finanzielle Lage der bürgerlichen Haushalte auf einem eher erschreckend niedrigen Niveau umherkriecht, melden die Medien wie abgesprochen oder gar zwangsverordnet zu Beginn der Woche plötzlich folgendes:

ifo: Überraschend gute Wirtschaftsstimmung
Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft ist im November trotz der Schuldenkrise gestiegen. (Handelsblatt)

Deutsche Konjunktur straft Pessimisten Lügen
Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich trotz Euro-Schuldenkrise leicht gebessert. Besonders überraschend: Die Unternehmen blicken wieder optimistisch in die Zukunft. (Handelsblatt)

Konsum schiebt Wirtschaft im dritten Quartal an
(Handelsblatt)

Deutsche Wirtschaft wächst kräftig
Kräftige Investitionen im Inland und konsumfreudige Verbraucher haben die deutsche Wirtschaft im dritten Quartal angeschoben. Das Bruttoinlandsprodukt stieg um 0,5 Prozent an. (N24)

Experten erwarten steigende Reallöhne
Die Deutschen werden 2012 im Schnitt über 2,7 Prozent mehr Lohn verfügen. (N24)

Die Liste ist sehr lang und liesse sich um sicher 10 weitere Quellen und 40 Artikel weiterführen doch den bislang unangefochtenen Oberknaller wurde heute vom SPIEGEL veröffentlicht:

Oberbayern ist Europas Job-Paradies
Wie bereits auf Shortnews zusammengefasst  gibt der Artikel folgendes wieder:
„Trotz Schuldenkrise und (Jugend)Arbeitslosigkeit in Europa gilt Deutschland mit seinen Regionen Oberbayern, Schwaben und Freiburg als Job-Paradies. Dies bewies eine aktuelle EU-Studie. Diese drei Regionen Deutschlands haben die niedrigste Jugendarbeitslosigkeit der gesamten Europäischen Union.  Im Bundesdurchschnitt ist nur jeder zehnte junge Mensch arbeitslos. Im Europa-Durchschnitt ist jeder fünfte Jugendliche ohne Arbeit. Die höchste Jugendarbeitslosigkeit herrscht im spanischen Ceuta. Dort finden 60 Prozent keine Arbeit.  Auch in Tübingen, Niederbayern, Koblenz, Stuttgart, Hamburg, Unterfranken und Karlsruhe ist die Jugendarbeitslosigkeit sehr gering. „

Schäbiger kann eine Staatspropaganda nicht mehr sein. Zeitgleich verkündete die FDP am gestrigen Tag, dass Deutschland momentan eine Rekordbeschäftigung erlebe.

Was jedoch niemand erwähnt ist die Frage nach dem Preis und den realen Tatsachen. Wie hoch der prozentuale Anteil der Arbeitnehmer ist, die trotz Arbeitsplatz die staatliche Hartz4 Aufstockung in Anspruch nehmen müssen, wird nach wie vor verschwiegen. Von der Abwanderungswelle qualifizierte Fachkräfte die so hoch ist wie seit dem Ende des 2. Weltkrieges nicht mehr, wird in keiner Zeile erwähnt. Könnte man an dieser Stelle propagandistische Verzweiflungsakte vor dem Freifall vermuten?

Die Fakten gegen diesen Unsinn kann jeder beurteilen wenn er in der Lage ist sein Haus zu verlassen und in die reale Wirtschaft einzutreten. Stagnierende Auftragszahlen, Finanzausfälle, Insolvenzen und staatlich subventioniertes Lohn-Dumping sind an der realen Tagesordnung. Die Bürger bekommen dies dank anhaltender Inflation, welche ebenso geschönt wird, in der Haushaltskasse zu spüren.

So absurd es klingen mag, doch schreiben die selben Käseblätter, welche den verordneten Unsinn wiedergeben auch zugleich nur wenige Seiten entfernt, genau das Gegenteil vom dem was diese Woche wie Falschgeld durch die Medien schlich.

Die spürbaren Tatsachen:

Reallöhne in den letzten Jahren um 7% gesunken
(FAZ) – und das trotz angeblichem „Fachkräftemangel“:
http://www.faz.net/…

Mittlerweile 24 Prozent Niedriglohnempfänger
(Focus) http://www.focus.de/…

Reallöhne sind seit 1990 um bis zu 50 Prozent gesunken
(Spiegel) http://www.spiegel.de/…

Rede Schröders in Davos:
„Wir müssen und wir haben unseren Arbeitsmarkt liberalisiert. Wir haben einen der besten Niedriglohnsektoren aufgebaut, den es in Europa gibt.“
http://www.gewerkschaft-von-unten.de/…

„Helft Heinrich“  Belgien solidarisiert sich mit lohngedumpten deutschen Arbeitnehmern
http://www.fr-online.de/wirtschaft/ 

Vielleicht rechnen die Reihen der unqualifizierten Politiker hierzulande nach dem altbekannten Afrikabeispiel? Also nach dem Motto „Seid doch froh, in Afrika haben die Menschennichts zu essen!“.

Übersetzt würde das heissen: „Der Euro ist kerngesund, weil es dem Dollar viel schlechter geht.“ oder „Deutschland ist ein Jobparadies. Verglichen mit 45% Jugendarbeitslosigkeit im Süden sind die unzumutbaren prekären Beschäftigungsverhältnisse hierzulande wirklich ein Traum.“

Weiter wird bei diesem Lacher des Tages folgendes nicht berücksichtigt: Menschen deren Lohn so niedrig ist, dass sie Unterstützung vom Staat benötigen, werden offiziell nicht in die Statistiken mit einbezogen. So einfach kann die Schönrechnerei doch sein!

Es lebe die Propagandamaschinerie in der Endzeit des Eurogeddons!

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KickAss
Ich gehöre keiner Partei an, schreibe wie ich denke und behaupte nicht, dass es schlau ist, jedoch echt. Als bekennender Gegner der öffentlich Rechtlichen bzw. der zwangsverordneten Medien, liebe ich eine direkte Sprache und die freie Meinungsäusserung.
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1 KOMMENTAR

  1. Frankreich und Russland, dann auch die USA waren nicht glücklich über die Leistungen des Deutschen Reichs in Wissenschaft und Wirtschaft.

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